Stauraum

Wie Sie Stauraum in den Grundriss clever einplanen – Tipps für mehr Platz im Massivhaus

Das Wohnzimmer soll extra großzügig werden, die Kinderzimmer erst recht und auch die Küche kann ein paar extra Quadratmeter mehr vertragen … Während die Wohnräume im neuen Haus detailreich zusammengeträumt werden, machen sich nur wenige Bauherren Gedanken über möglichen Stauraum im Haus. Der Fokus liegt meist auf Wohnfläche und Design und nicht auf dem praktischen Nutzung im Alltag. Das Dilemma zeigt sich oft erst nach dem Einzug, wenn fehlender Stauraum das Leben schwer und das Zuhause unordentlich macht. Stauraum bei der Hausbauplanung von Anfang an mitzudenken, ist deshalb sinnvoll. Eine durchdachte Stauraumplanung im Grundriss sorgt für mehr Ordnung, weniger Chaos und eine besonders effizient genutzte Wohnfläche. Und bei einem Massivhaus ist das problemlos umsetzbar.

Flexibler Grundriss als Schlüssel zu mehr Platz

Die Vorteile eines Massivhauses liegen nicht nur in der hochwertigen massiven Bauqualität und der daraus resultierenden Wertstabilität. Ein Massivhaus bieten auch die Chance, sich das Haus genau so zu gestalten, dass es sich dort besonders komfortabel wohnen lässt. Dazu gehören nicht nur individuell gestaltete Wohnräume, sondern auch eine durchdachte Planung der Wirtschafts- und Stauräume. Da ein Massivhaus Stein auf Stein gebaut wird, sind Sie in der Grundrissgestaltung fast völlig frei – egal wie viel Stauraum Sie sich wünschen und wo er sich im haus verstecken soll.

Wie viel Stauraum braucht eine Familie?

Wie viel Stauraum eine Familie wirklich braucht, hängt von Lebensstil, Haushaltsgröße und Gewohnheiten ab. Als grober Richtwerte gilt, dass 10–15 % der Wohnfläche als reiner Stauraum eingeplant werden sollten. Bei einem Haus mit 150 m² Wohnfläche wären das etwa 15 bis 22 m² Stauraum – verteilt auf Abstellräume, Hauswirtschaftsraum, Einbauschränke, Speisekammer, Keller usw.

Familien mit kleinen Kindern brauchen oft mehr Stauraum, um Spielzeug, Kleidung, Kinderwagen usw. unterzubringen. Wer möchte schon gerne ständig über das Bobbycar im Hausflur stolpern, weil es keinen „Parkplatz“ hat? Besser ist es doch, wenn es im Abstellraum verschwinden kann, bis es wieder zum Einsatz kommt.

Auch bei bestimmten Hobbys, wie Skifahren oder Camping, ist mehr Stauraum nötig, um das umfangreiche Equipment unterzubringen. Statt die Ski in der Schlafzimmerecke betrachten zu müssen, sind sie bis zur nächsten spaßigen Abfahrt in einem trockenen Abstell- oder Kellerraum besser aufgeboben.

Auch wer einen großen Wocheneinkauf statt tägliches Einkaufen bevorzugt oder sich gerne eine größeren Vorrat für Notzeiten anlegt, profitiert von mehr Stauraum im Haus – sei es im Keller oder in der Speisekammer neben der Küche.

Allgemein gilt: Besser etwas mehr Stauraum einplanen als sich später über das Chaos ärgern. Dabei gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, um sich in einem Massivhaus individuellen Stauraum zu schaffen.

Beispiele: So lebt es sich ohne und mit genug Stauraum

Familie T. – ohne ausreichenden Stauraum

Familie T. hat beim Hausbau vor allem an große Wohnräume gedacht und Stauraum völlig vergessen. Heute stehen Wäschekörbe im Flur, Vorräte oben auf den Küchenschränken und das Bobbycar steht sowieso ständig im Weg. Der einzige Abstellraum ist so vollgestopft, dass sich kaum jemand traut, ihn zu öffnen, und der Kleiderschrank platzt auch aus allen Nähten. Statt Ordnung ist ständiges Suchen angesagt. Das belastet den Alltag mehr als vorher gedacht.

Familie B – mit durchdachter Stauraumplanung

Bei Familie B gibt es keinen Schuhstapel im Flur und keine Wäscheständer im Wohnzimmer, denn der Hauswirtschaftsraum direkt neben der Küche nimmt alles auf, was im Alltag stört. Die Speisekammer entlastet die Küche und in den Abstellräumen auf jeder Etage ist ausreichend Platz für Staubsauger, Putzzeug und natürlich das Bobbycar. Die Ankleide im Schlafzimmer sorgt für Übersicht und einen stressfreien Morgen. So lebt es sich nicht nur ordentlicher, sondern auch viel entspannter.

Das sind die besten Stauraumideen für Massivhäuser

Hauswirtschaftsraum – kurze Wege, mehr Ordnung

Eine wichtige Entscheidung für mehr Komfort im Alltag ist ein Hauswirtschaftsraum, der am besten neben der Küche platziert wird. Ein Hauswirtschaftsraum direkt neben der Küche spart Wege, bündelt Arbeitsbereiche und macht den Alltag deutlich praktischer. Er bietet Platz für Waschmaschine, Trockner, Vorräte und Putzutensilien. Gleichzeitig räumt er Wäscheständer und Wäschekörbe aus dem Blickfeld und sorgt für mehr Ordnung und Übersicht. Ideal ist eine Größe von 6 bis 10 Quadratmetern, abhängig von den Geräten und dem zusätzlich benötigten Stauraum.

Speisekammer neben der Küche – das Comeback eines Klassikers

Die klassische Speisekammer erlebt derzeit ein echtes Revival. Und das ist wahrlich kein Wunder: Direkt an die Küche angeschlossen, bietet sie leicht erreichbaren Stauraum für Vorräte, Getränke, Küchengeräte und alles, was sonst die Schränke überfüllt oder ständig im Weg rumsteht. So bleibt die Küche endlich aufgeräumt. In individuell geplanten Massivhäusern lässt sich dieser kleine, aber funktionale Raum perfekt in das Gesamtkonzept integrieren. Schon 2 bis 4 Quadratmeter reichen für eine gut nutzbare Speisekammer aus.

Ankleidezimmer – Übersicht statt überfüllte Kleiderschränke

Immer beliebter werden in modernen Häusern auch separate Ankleideräume neben dem Schlafzimmer. Statt mit wuchtigen Kleiderschränken das Schlafzimmer vollzustellen, schafft ein Ankleideraum mehr Übersicht und sorgt für weniger Chaos. Am besten wird der Ankleideraum zwischen Schlafzimmer und Bad platziert. Dadurch bleiben die Wege am Morgen kurz, was Zeit und Nerven spart. Bei der Größe reichen oft schon 6 bis 8 Quadratmeter aus, um ausreichend Stauraum für Kleidung, Schuhe und Accessoires zu haben.

Abstellräume auf jeder Etage – kleine Räume, große Wirkung

Wer kennt nicht die einzige, kleine, vollgestopfte Abstellkammer im Untergeschoss, in der Putzeimer, Staubsauger und womöglich die Weihnachtsdeko mühsam reingequetscht werden. Die Tür zu öffnen, ist da jedes Mal ein Abenteuer. Doch das muss nicht sein: Heute wird oft auf jeder Etage ein Abstellraum eingeplant. Das schafft zusätzlich Stauraum, spart Wege und Alltagsgegenstände sind dort griffbereit, wo sie gebraucht werden. Dabei können Abstellräume in einem individuell geplanten Massivhaus sehr gut in schlecht nutzbaren Bereichen eingeplant werden, wie in Flure oder unter Treppen. So wird jeder Winkel des Hauses perfekt ausgenutzt und das Chaos bleibt im Griff. Je Etage sind 2 bis 3 Quadratmeter für einen funktionalen Abstellraum in der Regel genug.

Weitere Stauraumideen im Massivhaus

Neben Hauswirtschaftsraum, Speisekammer, Ankleidezimmer und Abstellräumen bietet ein Massivhaus noch viele weitere Möglichkeiten, um clever zusätzlichen Stauraum zu schaffen:

  • Einbauschränke und geschickt genutzte Nischen, zum Beispiel unter der Treppe oder im Flur, sorgen für angenehme Ordnung, ohne Wohnfläche zu verschwenden.
  • Der Dachboden oder Keller kann als zusätzlicher Lagerräume eingeplant werden – ob für saisonale Dekoration, Sportgeräte oder selten genutzte Haushaltsgegenstände.
  • Fensterbänke mit integrierten Schubladen oder Podeste mit Klappen sind weitere Möglichkeiten, um Platz zu gewinnen.
  • In der Küche schaffen deckenhohe Küchenschränke oder Kücheninseln mit Schubladen zusätzlichen Stauraum.
  • Selbst Garage oder Carport können mit Einbauregalen und geschlossenen Schränken ordentlich strukturiert werden.

Entscheidend ist: Die Stauraumlösungen sollten zum Bedarf und Lebensstil der Bewohner passen. Ein individuell geplanter Grundriss im Massivhaus macht genau das möglich. Die erfahrenen Architekten von WilmsHaus beraten Sie gern.

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